Die richtig ausgestattete Hausapotheke

18. März 2007

Ein Haushalt und eine Familie ohne Hausapotheke? Das ist undenkbar! Wie oft hat man Kopfschmerzen oder Unwohlsein oder Verletzungen, dass man froh ist, wenn man sofort eine Auswahl von Arzneimitteln oder auch Verbandstoffen zur Hand hat, mit denen man dann Erste Hilfe leisten kann oder die schlimmsten Beschwerden lindern kann. Aber ist die Hausapotheke auch richtig ausgestattet? Sind die Arzneien ordnungsgemäß gelagert oder sind sie etwa verfallen? Diese Fragen soll der Artikel beantworten.

Früher wurden Vorräte an Kräutern, Wurzeln und Hölzern gesammelt, um nach eigenem Gutdünken Krankheiten zu behandeln. Heute hat die Hausapotheke eine andere Funktion. Medizinische Betreuung ist (noch) bezahlbar, Ärzte sind (noch) rund um die Uhr in unserer Zivilisation zu erreichen. Da benötigt man die Hausapotheke nur als Vorrat für Bagatellerkrankungen, die zunächst nicht dem Arzt vorgestellt werden. Die Hausapotheke soll aber kein Sondermüllplatz für Restarzneien sein. Nur eine vernünftige Ausrüstung wird die Hausapotheke zu einer funktionsfähigen "Ersten Hilfe" werden lassen.

Wie soll die Zusammensetzung der Hausapotheke aussehen? Und wo und wie sollte man sie aufbewahren? Bitte keine Schachtel oder einen Karton verwenden, um wahllos Arzneimittel und Verbandstoffe zu sammeln. Neben der Unsinnigkeit ist das auch für Kinder gefährlich. Viele Medikamente sehen wie Bonbons aus und ihre bunten Aufmachungen verleiten Kinder dazu, davon zu naschen. Am besten sollte man die Arzneien der Hausapotheke in einem abschließbaren Medikamentenschrank aufbewahren. Badezimmer oder Küche sind nicht der richtige Aufbewahrungsort. Die Wärme und Feuchtigkeit dieser Räume würden die meisten Medikamente in kurzer Zeit unbrauchbar machen. Ideal ist das Schlafzimmer oder ein kühler Flur. Zu beachten ist auch, dass der Schrank abschließbar ist, um Kinder vom Inhalt abzuhalten.

Was nun gehört in die Hausapotheke?

Als Notfalldepot für plötzliche Unfälle im Haus, als Aufbewahrungsort für Medikamente gegen Befindlichkeitsstörungen und auch als Reservoir für Medikamente, die im Dauergebrauch vom Arzt verordnet wurden, sollte die Hausapotheke folgendes enthalten:

Arzneimittel gegen leichte Beschwerden

  • Schmerztabletten
  • Mittel gegen Durchfall und Magenbeschwerden
  • Mittel gegen allergische Hautreaktionen und Insektenstiche
  • Halstabletten
  • Mittel gegen Erkältungen
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Brand- und Wundgel

Krankenpflegemittel

  • Fieberthermometer
  • Einmalhandschuhe

Verbandmittel

  • Bandagen
  • Elastische Mullbinden 6 und 8 cm breit
  • Idealbinden 8 und 10 cm breit
  • Verbandpäckchen in mittel und groß
  • Heftpflaster auf der Rolle
  • Fertig geschnittene Wundpflaster
  • Wundschnellverbände 6 und 8 cm breit
  • Splitterpinzette
  • Verbandschere
  • Dreiecktücher

Individuelle Arzneimittel
Medikamente, die der Arzt zum Dauergebrauch zur Behandlung bestimmter Erkrankungen verschrieben hat, gehören auch in die Hausapotheke, insbesondere wenn es sich um die nächste Packung als Vorrat handelt.

Sonstiges

  • Anleitung zur Erste Hilfe
  • Notfallnummern

Wie soll man die Hausapotheke pflegen?

Nur eine intakte Hausapotheke kann im Ernstfall ihren Zweck erfüllen. Einmal im Jahr sollte sie überprüft werden. Alte und verfallene Arzneimittel müssen vernichtet werden und vergilbte und verstaubte Verbandmittel ausgetauscht werden. Die Überprüfung nimmt am besten eine Apothekerin oder ein Apotheker vor, die fachkundig die Brauchbarkeit überprüfen und einen eventuellen Austausch der Mittel vornehmen können.

Selbst kann man aber auch folgendes überprüfen:
Jedes Arzneimittel und Medizinalprodukt hat heute ein Verfalldatum aufgedruckt. Nach Ablauf dieses Datums verlieren Arzneimittel ihre Wirksamkeit und verlieren Verbandmittel unter Umständen ihre Keimfreiheit. Danach dürfen die Mittel nicht mehr angewendet werden. Pflaster sollten auf ihre Klebkraft überprüft werden. Salben dürfen  nicht eingetrocknet sein, Flüssigkeiten keine Ausflockungen vorweisen. Metallene Gegenstände wie Scheren oder Sicherheitsnadeln dürfen keinen Rost angesetzt haben; eventuell sollte man dann diese auch ersetzen.
Medikamente sollten am besten in der Originalverpackung aufbewahrt werden, denn dann hat man immer die Informationen der Verpackung und auch des darin befindlichen Beipackzettels zur Hand. Ratsam ist auch, das Anbruchsdatum und den Namen desjenigen auf die Packung zu schreiben, für den das Medikament einmal benutzt wurde, um bei einer Familie den Überblick über die Einnahme zu erhalten. Die Behältnisse von Flüssigkeiten und auch von Salben sollten immer dicht verschlossen sein.

Zu den Medikamenten sei noch gesagt, dass es auf jeden Fall ratsam ist, vorsichtig mit den in der Hausapotheke befindlichen Arzneien umzugehen und bei Zweifeln erst die Fachleute in der Apotheke aufzusuchen, ehe man vielleicht das falsche Medikament gegen eine Befindlichkeitsstörung schluckt.

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